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Bürgerpreis der Bürgerstiftung für Chemnitz

Mit dem erstmals 2012 verliehenen Bürgerpreis sollen jährlich Projekte und Initiativen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwesen in Chemnitz einsetzen bzw. von denen eine Signal- und Vorbildwirkung ausgeht. Mit der Vergabe des ausschließlich aus Spenden finanzierten Bürger­preises soll Öffentlichkeit für bürgerschaftliches Engagement geschaffen werden, um viel­fältige Aktivitäten für das Gemeinwesen in unserer Stadt bekannt zu machen und die Chemnitzerinnen und Chemnitzer zu ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren.

Coronabedingt konnte die Verleihung des Bürgerpreises 2020 und 2021 leider nicht stattfinden.

Die Preisträger:innen und Laudator:innen 2019

Bürgerpreis 2023: Schätze heben, lebendig erinnern, Tradition und Heimat weiterdenken

In unserer modernen und schnelllebigen Gesellschaft ist es von besonderer Bedeutung, unsere Wurzeln und kulturellen Werte zu kennen und zu bewahren. Vereine und Organisationen spielen dabei eine essenzielle Rolle, indem sie aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens mitwirken. Sie halten Traditionen aufrecht, erforschen und bewahren historisches Erbe und bieten den Menschen die Möglichkeit, ihre Heimat und Identität zu schätzen, aber auch weiterzuentwickeln.

Der Bürgerpreis der Bürgerstiftung für Chemnitz richtete sich in diesem Jahr an Vereine, Organisationen und Initiativen aus allen Bereichen, die sich in vorbildlicher und innovativer Weise für die Förderung und den Erhalt von Brauchtum und Traditionen sowie die Erforschung und Verbreitung von Geschichte und Kultur einsetzen.

 

Die Preisträger

1. Preis (800 Euro): CFC-Fans gegen Rassismus & ASA FF e.V. mit dem Projekt „#Heimspiel“

Fußballtradition hat eine lange Geschichte. Es ist der vielleicht beliebteste Sport in der ganzen Welt, egal ob organisiert oder auf der Straße. Er kann enorm inkludierend wirken, da Menschen auch zusammen spielen können, ohne die gleiche Sprache zu sprechen. #Heimspiel wollte zeigen, dass Fußball(-kultur) in Chemnitz mehr ist als der CFC und die organisierten Vereinsstrukturen – dass Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Geschlechts zusammenkommen können. Der Chemnitzer Fußball braucht Veränderung, um weiterhin attraktiv zu sein und nicht als Rückzugsort und Rekrutierungsraum für Rechtsextreme genutzt werden zu können.

Tradition muss sich verändern und anpassen können, um für Gegenwart und Zukunft relevant zu sein. Chemnitz braucht eine offene, vielfältige Fußballkultur, auch damit der Sport den demographischen Entwicklungen der Stadt folgen kann. Die Aktiven mit den CFC Fans gegen Rassismus gemeinsam mit dem Projekt „neue unentd_ckte narrative“ konnten mit #Heimspiel Impulse in die Stadt senden und arbeiten aktuell an der Frage, wie sie weiter Fußballkultur in Chemnitz offener machen können.

 

2. Preis (600 Euro): Unser Ebersdorf e.V. mit dem Projekt „700 Jahre Ebersdorf“

2024 wird der Chemnitzer Stadtteil Ebersdorf sein 700-jähriges Jubiläum begehen. Auf Initiative und unter Federführung des Unser Ebersdorf e.V. entstand die wohl bislang umfangreichste Kooperation Ebersdorfer Vereine, Initiativen und Bürger:innen. Organisiert werden soll ein Jubiläumsjahr gespickt mit unterschiedlichsten Angeboten. Ebersdorf möchte zeigen, dass es in der Lage ist, für ein breites Publikum allgemeine und spezielle Angebote aufzustellen und anzubieten. Im Rahmen dieser Aufgabe reifte das Bewusstsein um die Potenziale, die in einem Stadtteil schlummern und eben nur erweckt werden müssen. Zudem hoffen die Organisatorinnen mit den Feierlichkeiten die Ebersdorfer:innen aus ihren Wohnungen und Gärten hervorzulocken und so auch den Sinn für mehr Gemeinschaft zu schärfen und alle zusammenzubringen.

 

3. Preise (je 300 Euro): Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf gGmbH mit dem Projekt „Musealisierung und Weiterentwicklung des Schauplatz Eisenbahn“

Mit einer Fläche von 26 Hektar ist der Schauplatz Eisenbahn das größte und eines der bedeutenden Eisenbahnmuseen in Deutschland und Europa. Während der Saison von April bis Oktober besuchen jährlich ca. 20.000 Gäste verschiedener europäischer Nationen den Schauplatz Eisenbahn. Nach der Stilllegung 1996 wurde der Rangierbahnhof Chemnitz-Hilbersdorf durch die Eisenbahnfreunde Richard Hartmann e.V. vor dem Vergessen gerettet und in Teilen funktionsfähig wiederhergestellt, so dass die Rangierprozesse im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen auch heute noch anschaulich dargestellt werden können. In den letzten Jahren wurde der Schauplatz Eisenbahn stetig weiterentwickelt. In Chemnitz arbeiteten zeitweise bis zu 10.000 Menschen zeitgleich bei dem größten deutschen Arbeitgeber, der Deutschen Reichsbahn. Nur wenige Menschen hatten in den Jahren der DDR keinerlei Berührung mit der Bahn. Damit bewahrt der Schauplatz Eisenbahn einen wichtigen, identitätsstiftenden Teilbereich der Stadtgeschichte.

 

Bürgerverein Kleinolbersdorf-Altenhain e.V. mit dem Projekt „Lohse-Uhlig-Steig“

Der Lohse-Uhlig-Steig entstand aus der Idee heraus, eine Verbindung zu schaffen zwischen den aus Kleinolbersdorf-Altenhain stammenden Baumeistern Christian-Friedrich Uhlig und Johann Traugott Lohse, die im 19. Jahrhundert wirkten. Auf 10 Kilometern entlang des Sternmühlentals und der Ortschaft Kleinolbersdorf-Altenhain sollen zehn Stationen über die Umgebung und ihre Geschichte informieren und Einblicke in Naturräume und Industriegeschichte geben. Darüber hinaus werden die bedeutenden Namensgeber des Rundweges und ihr Werk vorgestellt sowie Angebote zum Verweilen und Freizeitangebote geschaffen. Mit beispielhaftem bürgerschaftlichem Engagement wird die Umsetzung vorangetrieben.

 

Rückblick

Bürgerpreis 2022: „Jugendengagement mach Chemnitz nachhaltiger, digitaler und inklusiver“

Preisträger: Stamm Fennek vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (1.000 Euro), different people e.V. (600 Euro), Bordsteinlobby e.V. (400 Euro), Walden e.V. (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2019: „Zusammenhalt – Miteinander – Demokratisches Engagement“

Preisträger: Die Buntmacher*innen (1.000 Euro), CSD Chemnitz e.V. (600 Euro), Freundeskreis Chemnitz 2025 e.V. (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2018: „875 Jahre Chemnitz“

Preisträger: Studierende der Juniorprofessur IKK an der TU Chemnitz (1.000 Euro), Auxilium Chemnitz e.V. (600 Euro), Spinnerei e.V. (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2017:“Engagiert für Kultur: Horizonte erweitern – Begegnung und Beteiligung ermöglichen“

Preisträger: PROJEKT FREIGANG/GRÜNETOMATE buntwärts e.V. (1.000 Euro), Begehungen e.V. (600 Euro), Fuego e.V. (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2016: „Mitmachen, mitbestimmen, mitmischen: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ermöglichen und stärken“

Preisträger: Jugendteam Chemnitz (1.000 Euro), Schülergericht der AWO Chemnitz und Umgebung e.V. (600 Euro), Chemnitzer Jugendforum (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2015: „Teilhaben – Teil sein: Engagement von und für MigrantInnen und Flüchtlinge“

Preisträger: Bürgerinitiative Chemnitzer City e.V. (1.000 Euro), Sonnabendschule des Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e.V. (600 Euro), SSV Textima e.V. (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2014: „Es ist normal verschieden zu sein“

Preisträger: Tandem-Gruppe Chemnitz des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e.V. (1.000 Euro), „DAS Traumkonzert“ (600 Euro), Rolli-Maskentheater des ASB-Wohnzentrums (400 Euro)

 

Bürgerpreis 2013: „Musik verbindet Menschen“

Preisträger: „Chemnitzer Carillonspieler“ (1.000 Euro), Bandbüro Chemnitz e.V. (600 Euro)

 

Bürgerpreis 2012: „Dialog der Generationen“

Preisträger: Senior­partner in School e.V. (1.000 Euro), Chemnitzer Filmwerkstatt e.V. (600 Euro), Projekt „Familien­paten“ des Caritasverbandes für Chemnitz und Umgebung e.V. (400 Euro).

 

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